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"His or Hers?"

Die Frauenbeauftragten machen auf Rollenklischees aufmerksam
Die Frauenbeauftragten machen auf Rollenklischees aufmerksam

[17|11|2016]

Frauenbeauftragte der Hochschule München starten Kampagne für mehr Geschlechtergerechtigkeit

„ ‚Gender‘ brauch ich nicht, ich habe doch gute Noten!“ Frauen wie Männer nehmen ihr eigenes Handeln heute oft als geschlechterneutral wahr. Und doch beeinflussen innere Bilder von Frauen und Männern das eigene Handeln und Entscheiden jeden Tag. Das beobachten die Frauenbeauftragten der Hochschule. Für sie der Anlass für die Kampagne „His or Hers?“, um Geschlechtergerechtigkeit wieder neu in die Diskussion zu bringen. Organisationsteam der Kampagne ist Prof. Dr. Juliane-Beate Sagebiel der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Sabine Kirschenbauer der Fakultät für Geoinformation und Prof. Dr. Elke Wolf der Fakultät für Wirtschaftsingenieurswesen. Auftakt der Kampagne sind knallrote Plakate überall in der Hochschule.

 

„Gender“ wirkt weiter

Die Geschlechterrollen spielen bei Lebensentscheidungen immer noch eine wichtige Rolle. „Denn im Studium und auch sonst im Leben zeigt sich, dass viele – bewusst oder unbewusst – geschlechterkonforme Entscheidungen treffen. Spätestens im Berufsleben erweist sich die Idee von geschlechterneutralem Verhalten immer noch als Trugschluss, vor allem wenn es darum geht, Familie und Beruf zu vereinen“, so Sagebiel. Vor allem die Übergänge in den Beruf oder in die Familie sind Scheidewege in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Das belegt auch die Allenbach Studie von 2015 über Familienarbeitszeit. So leisten ab der Elternschaft Frauen und Männer zwar in etwa gleich viel Gesamtarbeitszeit, bei Frauen aber dominiert im Gegensatz zur Erwerbsarbeit der Männer jedoch immer noch die Haus- und Care-Arbeit.

 

Gleichberechtigung, im Grundgesetz verankert, ist in der gesellschaftlichen Praxis längst noch nicht Realität. Diese Diskrepanz und weiterhin gendergeprägte Rollenerwartungen und Routine des „gender-doings“ will die Kampagne "His or Hers?" unter anderem auf Plakaten sichtbar machen: Der Kochtopf, ihr Reich oder sein Metier? Rennwagen bauen, sein Berufswunsch oder ihr Traumjob?

 

 

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Das Ziel – Gängige Geschlechterrollen ins Gespräch bringen

Mit der Kampagne wollen Kirschenbauer, Sagebiel und Wolf aktuelle Selbstbilder der Studierenden erforschen, gelebte Rollenerwartungen irritieren und den Studierenden die jeweils eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse bewusst machen. Sie sollen etwa in Workshops, Vorträgen und Seminaren Handlungsstrategien an die Hand bekommen, um strukturelle und soziokulturelle Hindernisse in ihrem Lebensweg erfolgreich zu überwinden.

 

Die Kampagne „His or Hers?“– ein Jahr für mehr Geschlechtergerechtigkeit

Die Frauenbeauftragten starten mit einer Plakat-Aktion der Frauenbeauftragten am 15. November 2016. Die Plakate machen in allen Fakultäten auf stereotype Rollenverteilungen aufmerksam.

Zeitgleich startet eine Online-Umfrage bei allen Studierenden der Hochschule München zum Rollenverständnis von Männer und Frauen, die bis Ende November läuft.

Im April nächsten Jahres präsentieren die Frauenbeauftragten die Ergebnisse ihrer Umfrage.

Im Sommersemester 2017 sollen dann öffentliche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen Gendergerechtigkeit bewusst machen.

Ab Mitte des Jahres 2017 werten die Initiatorinnen die Erfahrungen und Ergebnisse aller Aktionen aus und machen sie in Seminaren, Vorträgen und Workshops bis zum Ende der Kampagne im November 2017 der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Weitere Informationen: Aktuelle Informationen zur Kampagne "His or Hers?" lassen sich auf der Kampagnenseite auf Facebook finden.

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

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